Über uns

Liebe Interessenten an systemischer Weiterbildung, liebe SWF-Alumni,

wir freuen uns, Ihnen bzw. Euch unser Kursprogramm 2020 mitsamt einigen Weiterentwicklungen und Neuausrichtungen präsentieren zu können.

Digitalisierung, Agilisierung, Demokratisierung! – Angesichts der anhaltenden Suche nach neuen, in die Zeit passenden Organisationsformen und Führungsansätzen werden wir uns zukünftig noch intensiver um eine stimmige Verknüpfung der vielzählig kursierenden [oftmals anregenden, zuweilen verkürzt und modisch aufgepeppten] »New Work«-Ansätze mit den systemischen Prämissen der Beratung, Organisations- sowie Führungsgestaltung kümmern.

Diese verstärkte Verknüpfung zeigt sich vor allem in einer Formaterweiterung unserer bewährten Grund- und Aufbaukurse »Systemische Organisationsberatung«. Sie werden ab 2020 jeweils um ein Modul ergänzt, so dass die neueren Organisationsansätze konzeptionell und didaktisch in unser über Jahrzehnte gereiftes systemisches Curriculum eingebettet sind [und wir zugleich den Ansprüchen und Erfordernissen an das Einüben der systemischen Praktiken gerecht werden können]. Zudem verweisen wir mit Blick auf NewWork-Bestrebungen gerne auf unser neues Angebot »Agilität & Organisation« sowie die systemische Gruppendynamik – wo, wenn nicht dort, kann man die Vor- und Nachteile eines vermeintlich hierarchiefreien, selbst gesteuerten Entscheidens erleben und zugleich intensive Lernerfahrungen über das Agieren in sozialen Systemen sammeln?

Darüber hinaus fokussieren wir uns auf die Gestaltung von Denkräumen, in denen aktuelle Praxiskonzepte wissenschaftlich fundiert reflektiert und weiterentwickelt werden können. Zuvorderst zu nennen ist unsere Alumni-Tagung: am 8./9. Mai 2020 werden wir uns mit der Frage »Demokratie und Organisation!?« beschäftigen. – Und da unsere Fachtagungen so großen Anklang fanden, werden wir in 2020 mehrmals das Tagungsformat »Wie interessant!« anbieten, das – dies als Neuerung – um einen optionalen Vertiefungstag ergänzt wird. Fortsetzen werden wir unser Format »Summer- Camp«. Vom 19. bis 22. August 2020 laden wir ein, in passender Umgebung neuere Organisationsformen unter Rückgriff auf Klassiker der Organisations- und Systemtheorie zu »lesen«.

Gerade in Zeiten der Umbrüche halten wir an unserem Markenkern fest, dass Theorie eine unverzichtbare Basis für eine praktische, wirksame Arbeit darstellt. – Zuversichtlich sind wir, dass Sie in unserem Programm wieder anregende Angebote finden werden, und freuen uns auf ein Kennenlernen oder auch ein Wiedersehen.

Kollegiale Grüße, verbunden mit den besten Wünschen für das verbleibende Jahr, Ihr SWF-Team: Fritz B. Simon, Torsten Groth, Christina Grubendorfer, Stefan Günther, Gerhard P. Krejci und Elvira Schwebler

Profil

Simon, Weber and Friends

Die beiden Namensgeber unserer Firma, Gunthard Weber und Fritz B. Simon, gehören zu den Begründern der sog. »Heidelberger Gruppe«, sie arbeiten seit 1982 zusammen und waren maßgeblich an der Entwicklung der theoretischen und praktischen Grundlagen der »Heidelberger Schule« der systemischen Therapie und Beratung beteiligt.

Die Kurse, die sie Mitte der 80er-Jahre [wohl als erste überhaupt] für Organisations- und Unternehmensberater begannen, sind inzwischen von mehr als 1200 Absolventen durchlaufen worden und haben sich eine gewisse Reputation erwerben können. Dies vor allem auch deswegen, weil sich die Kurse im Laufe der Jahre kontinuierlich weiter entwickelt haben.

Die inzwischen dreißigjährige Entwicklung des Curriculums spiegelt die Weiterentwicklung und zunehmende Erfahrung mit der Anwendung systemtheoretischer Konzepte in Wirtschaft, Management und Organisation wider. Die Grund- und Aufbaukurse »Systemische Organisationsberatung« in Kombination mit der Gruppendynamik bilden den Kern unseres Angebots, den wir angesichts neuester Entwicklungen rund um NewWork ausgebaut haben.

Gleich geblieben sind in all den Jahren Philosophie und Selbstverständnis von Simon, Weber und Friends: Sie sehen sich als Praktiker mit großem systemtheoretischen Interesse. Wie anderes Handwerkszeug müssen sich auch theoretische Konzepte auf ihre praktische Nützlichkeit hin überprüfen lassen – Programm ist: Pragmatik auf hohem Reflexionsniveau.

Der zweite zentrale Aspekt unserer Philosophie ist die Einsicht, dass Beratung personenzentriert und die Beratungsbeziehung eine persönliche ist. Der Berater muss zwar sein Verhalten professionell begründen können, er kann sich aber nie hinter einer Methode oder Technik verstecken. Im Ernstfall muss er die Verantwortung für das übernehmen, was er tut. Ihm die dazu notwendige Professionalität zu vermitteln, ist Ziel der hier angebotenen Veranstaltungen.

Drittens ist Beratung nicht nur ein Handwerk, sondern auch eine Kunst. Situationsangemessen müssen spezifische Kundenanliegen mit den eigenen Theorieprämissen handwerklich professionell in einen einzigartigen Beratungsprozess überführt werden. In den Kursen gewinnt man die Sicherheit, Kunst und Handwerk in einem persönlichen Stil zu verknüpfen.

»Im Kern die Theorie … damit es praktisch wirksam wird!« – die SWF-Philosophie

Damit Intervenieren gelingt, muss aus vielen Handlungsoptionen permanent ausgewählt werden, sei es kurzfristig im Kundengespräch oder auch langfristig im Begleiten von Veränderungsprojekten. Systemtheoretische Konzepte, wie sie in den Kursen vermittelt werden, helfen die »Treffsicherheit« der Auswahlprozesse und damit die Wirksamkeit als Berater oder Führungskraft zu erhöhen. Hierzu werden sechs Ebenen der Intervention angesprochen.

Mit Hilfe einer stimmigen Theorie wird reflektiert, weshalb der Fokus der Aufmerksamkeit auf spezifische Kommunikationsmuster zu lenken ist, wie über Kontext- und Auftragsklärung eine gemeinsame Basis zur Beratung [oder zur Führung] geschaffen wird, welche systemischen Prinzipien zu beachten sind, damit Interventionen erfolgreich werden, wie die Eingriffe und Maßnahmen zu gestalten sind [Design- und Architekturfragen] und mit welchen Gesprächs- und Fragetechniken alles konkret, situationsangemessen umgesetzt werden kann.

Die sechs Ebenen der Intervention [Theorie – Fokus – Basis – Prinzipien – Gestaltung – Methoden] bilden das Grundgerüst des Simon, Weber and Friends-Vorgehens und werden, jeweils angepasst an den Umfang und Inhalt einer Veranstaltung, in ihrem Zusammenwirken vermittelt.