Vertiefung systemisch ...

»Und was kommt jetzt?« – Immer öfter haben sich in letzter Zeit Absolventen der (Grund-, Aufbau- und Gruppendynamik-) Kurse an uns gewendet mit der Frage nach weiteren Vertiefungsmöglichkeiten oder generell mit dem Interesse, auch weiterhin vom SWF-Ansatz inspiriert zu werden.

Nicht nur vor dem Hintergrund dieser Wünsche, sondern auch vor dem Hintergrund unserer Beratungserfahrungen und Marktbeobachtungen haben wir für 2018 vier (und für 2019 weitere vier) Vertiefungskurse konzipiert. Mit diesen Kursen eröffnen wir die Möglichkeit, aktuelle Ansätze und Themenfelder in einem angemessenen systemtheoretischen Rahmen zu diskutieren und in die eigene Beratungs- und Führungspraxis zu integrieren.

In jeweils zwei Modulen (á drei Tage) besteht das Angebot, mit den bekannten Gesichtern des SWF-Trainerteams und zusätzlichen Fachreferenten das eigene Beratungsprfil spezfisch zu schärfen. Wir eröffnen Denkräume, um die sich ggf. erst am Horizont abzeichnenden (Zukunfts-)Entwicklungen zu rflektieren und laden – neben der Vermittlung der relevanten Inhalte – ein zur fallbezogenen Arbeit. Die Angebote für 2018 haben wir ausführlicher beschrieben, für 2019 findet sich unten eine Übersicht.

Die Vertiefungskurse richten sich vornehmlich an Absolventen der SWF- Kurse. Ein Einstieg für Führungskräfte und BeraterInnen mit einem entsprechenden systemischen Hintergrund ist möglich.

Konfliktlösung und Paradoxienmanagement

In Organisationen jeden Typs treten immerfort Fragestellungen auf, die nicht eindeutig beantwortet werden können: Eher zentral oder dezentral steuern? Mehr auf Qualität achten oder den »Output« erhöhen? Einzelne und Teams eigenständiger agieren lassen oder standardisierte Vorgaben machen? Optimieren bekannter Abläufe oder riskantes Erproben neuer Verfahren … In all diesen Fällen sind Führungskräfte wie Berater gefordert und können die Widersprüche doch nicht auflösen – sie haben es mit Paradoxien zu tun.

Lange Zeit wurden Paradoxien als philosophisch-rhetorische Denkfiguren behandelt oder als mathematisch-logische Problemstellungen erkannt und entsprechend bearbeitet. Im Zuge der Schizophrenie-Forschung wurde mit dem Begriff der Doppelbindung (»Double Bind«) erstmals auf »pragmatische Paradoxien« hingewiesen. Darunter werden jene paradoxen Situationen verstanden, die in sozialen Systemen einen Handlungsdruck entstehen lassen, der v.a. zwei »Lösungen« nahelegt: Verzweiflung oder Kreativität.

Wir wollen in diesem Seminar den praktischen Schwerpunkt auf die Kreativitätssteigerung und Formen der Bearbeitung notwendiger Konflikte legen. So sind Paradoxien in den unterschiedlichen Subsystemen der Organisationzu finden: in Gruppen und Teams, in Matrix-Strukturen, im Projektemanagement, bei Führungsfragen, etc. Selbst neuere Organisationsformen wie Scrum-Teams, Holacracy oder anderen Formen des »New Work« produzieren paradoxe Situationen. Fragen, die u.a. behandelt werden.

Das Credo zum Seminar lautet: Man kann der Paradoxie nicht entkommen, sondern muss mit ihr umgehen können. Wir wollen uns in diesem Seminar dem faszinierenden Phänomen der paradoxen Fragestellungen in zwei Schritten annähern:

Zielgruppe:

Wir wenden uns mit diesem Vertiefungsseminar an intern und externberatende Personen, sowie an Führungskräfte, die ihre professionellen Kompetenzen für ihre Arbeit in und mit Organisationen erweitern wollen.

Vertiefungskurs VT4 – 2019 :: Berlin
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Leitung:Torsten Groth und Gerhard P. Krejci sowie weitere Gäste
Termine:Modul 1: 27. - 29. November 2019 (Berlin)
Modul 2: 28. - 30. Januar 2020 (Berlin)
Kosten:2.750 EUR zzgl. Mwst. (á Kurs 6 Tage)

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